Catering von der Schmeckerei

HILDEGARD MEIXNER

Anfänge im Orden

Mein Name ist Hildegard Meixner, geboren wurde ich als Anna Maria Meixner im Jahr 1649 in Augsburg. Bereits mit 17 Jahren trat ich in die Zisterzienserinnenabtei Oberschönefeld ein und änderte meinen Namen in Hildegard. Schon in jungen Jahren wurde ich Subpriorin und Novizinmeisterin und als solche schon mit 36 Jahren zur Äbtissin gewählt. Ich bekleidete dieses Amt bis zu meinem Tod. Bei meiner Amtseinführung stellten sich mir viele Hindernisse in den Weg: Die Kassen der Abtei waren leer und die Gebäude marode. Zudem hatte ich keinerlei Erfahrung in den Bereichen der Verwaltung, aber es zeigte sich, dass ich eine gute Wirtschafterin war. Ich verhandelte mit den verschiedensten Persönlichkeiten in Augsburg und dem Umland und konnte so unterschiedliche Grundbesitztümer in das Eigentum des Klosters überführen.

Spanischer Erbfolgekrieg und die Folgen

1702 brach dann der Spanische Erbfolgekrieg aus und auch Oberschönefeld blieb davon nicht verschont. Ich wurde von bayrischen Truppen belästigt und mit der Gefangennahme bedroht, sollte ich nicht die vom bayrischen Kriegsgericht geforderten Lieferungen erfüllen. Daraufhin musste ich aus dem Kloster flüchten und kam bei meiner jüngeren Schwester im Kloster Maria Stern in Augsburg unter.

Nachkriegszeit

Erst im Oktober 1704 konnte ich wieder alle Schwestern in Oberschönefeld versammeln. Als Bauherrin gab ich den Bau der stattlichen Klosterpfisterei und nach dem Krieg den Bau des Bauhofes, der Pferde- und Ochsenställe und des Brauhauses in Auftrag. Außerdem ließ ich die Wohlfahrtskirche Violau im Inneren mit Hochaltar, Kanzel und Figuren ausstatten. Da einige Gebäude baufällig waren, initiierte ich den Neubau der barocken Klostergebäude und anschließend der Kirche. Beides kann noch heute in Oberschönfeld bewundert werden. Leider starb ich bevor die neue Kirche des Klosters fertiggestellt wurde, doch der Bau wurde von meiner Nachfolgerin in meinem Namen fortgeführt.

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